Leitsysteme & Bodenindikatoren

Barrierefreies Bauen

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Ideen­garten

Bodenindikatoren

Charakteristik

Die Bodenindikatoren werden auf öffentlichen Wegen und Plätzen entsprechend der DIN 32984 und DIN 32975 hergestellt. Bitte beachten Sie dabei: Bodenindikatoren sollten stets in gleicher, wiederkehrender Funktion verwendet werden: Bodenindikatoren mit Rippenstruktur werden zur Anzeige der Gehrichtung in Leitstreifen oder Richtungsfeldern oder in Auffindestreifen zur Anzeige von Zielen im Gehbereich (z. B.: für Blindenleitsysteme, seitlich gelegene Ein- und Zugänge, für Haltestellen), Einstiegspunkte und als Sperrfeld (bei getrennten Querungen) verwendet. Bodenindikatoren mit Noppenstruktur sind in der Regel dort einzusetzen, wo eine „erhöhte Aufmerksamkeit“ von blinden oder sehbehinderten Menschen auf ihrem Weg gefordert wird (z. B. Warnung vor Hindernissen, Niveauwechsel, Anzeige von Richtungswechsel oder Abzweigungen im Leitsystem, Anzeige von Querungsstellen über die Fahrbahn). Bodenindikatoren müssen mit dem Blindenlangstock gut zu ertasten sein. Rippenstrukturen sollen und Noppenstrukturen müssen auch mit den Füßen deutlich wahrnehmbar sein. (Dr. Klaus Behling – GFUV Hinweise zur Planung)

Informationen zur DIN-gerechten Planung von Leitsystemen finden Sie im Rinn Planungshandbuch und im Rinn Bahnhofsplaner. Zu bestellen unter www.rinn.net oder Tel. 0641 6009-0.

Anforderungen an Bodenindikatoren und angrenzenden Bodenbelag

Bewegungsflächen müssen bei jeder Witterung gefahrlos und erschütterungsarm begehbar und befahrbar sein. Von Bodenindikatoren darf keine Rusch- und/oder Stolpergefahr ausgehen. Die Strukturen der Bodenindikatoren müssen durch taktilen und visuellen Kontrast zum anagrenzenden Bodenbelag eindeutig wahrnehmbar sein.

Diese Anforderungen lassen sich durch unterschiedliche Oberflächenstrukturen und Werkstoffe von Bodenbelägen erreichen. Um für Blinde und sehbehinderte jederzeit wiedererkennbare Strukturen zu erreichen, werden definierte Bodenindikatoren für definierte Anwendungen eingesetzt. Bei notwendigen Anpassungen an das Umfeld muss die Sicherheit für blinde und sehbehinderte Menschen immer gewährleistet sein. Wenn im näheren Umfeld Bodenindikatoren oder andere Orientierungshilfen schon in größerem Umfang nach anderen Vorgaben angeordnet wurden, ist bei Planungen darauf zu achten, dass keine Fehlinterpretationen hervorgerufen werden und vor allem keine sicherheitsrelevanten Missverständnisse entstehen können. Damit blinde und sehbehinderte Menschen auch über ihren Wohnort hinaus mobil sein können, müssen sich Orientierungshilfen immer in die einheitliche Grundsystematik dieser Norm einordnen. 

Leitsysteme

Charakteristik

Das Bauen barrierefreier Verkehrsflächen im öffentlichen Raum ist ein Prozess. Hier muss das Expertenwissen der Fachplaner und Architekten mit den Erfahrungen und den Bedürfnissen der Menschen mit Behinderung  und ihren Behindertenbeauftragten vor Ort verzahnt werden. Diese Tatsache führt immer wieder über Kompromisslösungen zu gemeinsam geschaffenen Ergebnissen. Die Bildbesipeile auf diesen Seiten zeigen gut überrollbare und gleichzeitig in historischen Innenstädten notwendige, stadtgestalterische sowie Denkmalschutz verträgliche Lösungen. 

Lösungen, die eine genormte Rippenplatte durch eine Linierung mittels niveaugleich verlegter Produkte in unterschiedlichen Formaten ersetzen. Materialien, die den Vorteil haben, dass die innere Leitlinie (in diesen Beispielen aus großformatigen Magnum- oder Natursteinplatten) durch einen taktilen und visuell erkennbaren Schmuckstreifen ergänzt wird. Diese Lösung wird in Verbindung mit Borden, als Trennung bei fahrbahnbegleitenden Gehwegen, häufig eingesetzt.

Eigenschaften

Beachten sollten Sie die Anforderungen an die Bodenbeläge im Allgemeinen: kontrastreich, gut begehbar, eben, rutschfest, strapazierfähig, witterungsbeständig, großformatig, wenige und flache Fugen, Minifase, optimaler Wasserablauf. 

Die Eignung als barrierefreie und nutzungssichere Plattenbeläge im Sinne der DIN 18024-1 bzw. DIN 18040-1 und DIN 18040-2 sowie derLandesbauordnungen gewährleisten folgende Produkte unseres Programms:

  • rinnit Platten - mit hochwertigen Natursteinoberflächen - durch Stahlsandstrahlen veredelt
  • rerralit Platten - mit hochwertigen Natursteinoberflächen - durch Schleifen und Feinstrahlen veredelt

Sicherheitsanforderungen an Plattenbeläge:

  • Rutschfeste Oberfläche
  • Griffigkeit des Belags
  • Geringer Fugenabstand
  • Gute taktile Wahrnehmung
  • Ausreichende Farbkontraste

Symbolplatten

Die Rinn Symbolplatten sind ein unverzichtbares Element zur dauerhaften Kennzeichnung von Sonderflächen. Ob bei Parkplätzen, als Leit- und Informationssystem auf Gehwegen, Kreuzungen, Wegen oder Straßen – Symbolplatten erleichtern die Orientierung und tragen dazu bei, den Schilderwald zu reduzieren. Rinn Symbolplatten werden aus hochwertigem Beton in einem speziellen Verfahren hergestellt, sind absolut wartungsfrei und langlebig.

In Farbe, Oberfläche und Größe können sie genau auf Rinn Platten und Pflaster abgestimmt werden. Neben den Standard-Symbolen haben Sie auch die Möglichkeit, individuelle Symbole anfertigen zu lassen.